Zum Monatsersten gehen bei den meisten Leuten die ersten Daueraufträge vom Konto ab: Miete, Nebenkosten, Telefon, Versicherungen und so weiter. Was dann noch übrig bleibt, ist das, was wir zum Leben übrig haben.

Klingt ziemlich ernüchternd, wenn man bedenkt, wie viel Zeit und Energie wir in unsere Einnahmen stecken, mit denen wir dann andere bezahlen. Natürlich müssen die Rechnungen bezahlt werden, jedoch sollte man an die eigene Wertschätzung nicht vergessen.

Es ist ein anderes Gefühl, ob ich schaue, was am Monatsende für mich noch übrig ist, oder ob ich mich an erster Stelle setzte und dankbar mich für mein Tun belohne.

Um finanzielle Freiheit zu erreichen, müssen wir Kapital aufbauen, das wir dann investieren können, um es zu vermehren und genau das ist damit gemeint, wenn man sich selber zuerst bezahlen soll:

Eine von dir festgelegte Summe, die gleich am Monatsanfang per Dauerauftrag auf ein eigenes Konto geht.

Wichtig ist, dass die so angesparte Summe nicht für Konsum angefasst werden darf. Wenn man am Ende des Monats nur noch wenig Geld auf dem Konto hat und trotzdem gerne ein neues Paar Schuhe möchte, sollte man dieses Konto trotzdem nicht anfassen und lieber auf die Schuhe verzichten.

Wie viel Geld sollte man sich bezahlen?

Dafür gibt es keine pauschale Antwort, weil die Ein- und Ausgaben-Situation bei jedem anders ist.

Ich schlage vor, als Richtwert 5% vom Netto-Geldeingang zu nehmen und dann zu schauen, ob man die Summe noch erhöhen kann.

Jetzt ist immer die beste Zeit, um gut für sich zu sorgen.

 

 

 

Vielleicht habe ich unbewusst meinen Geld-Magneten entdeckt, als ich bereits als Teenager alle 5-DM-Scheine sammelte, die ich bekommen habe. Sei es als Taschengeld oder als Rückgabe von größeren Scheinen, alle Scheine kamen in eine Schachtel, die ich extra dafür ausgewählt hatte.

So hatte ich insgesamt 600 DM in 5-DM-Scheine gesammelt und sie dann auf die Bank gebracht (damals gab es bei der Bank noch Zinsen auf Sparguthaben :o)  ). Mich zu diesem Schritt durchzuringen, war nicht einfach, aber es waren 120 5-DM-Scheine und meine Kiste war voll. Ich brauchte also Platz, um weiter sammeln zu können.

600 DM waren damals für mich als junges Mädchen sehr, sehr viel Geld und ich fühlte mich richtig reich.

Wenn ich durch die Innenstadt lief, schaute ich mir die Schaufenster an und dachte dabei: „Das kann ich mir kaufen und das kann ich mir kaufen. Das kann ich mir kaufen… .“ Ich habe mir schon damals ein positives Mindset zugelegt, ohne es gemerkt zu haben.

Als meine Tochter ins Teenageralter kam, habe ich mit ihr auch angefangen, keinen 5-Euro-Schein mehr auszugeben und wir hatten innerhalb weniger Monate über 1000 Euro zusammen. Bevor wir sie auf die Bank gebracht haben, bei der man inzwischen fast keine Zinsen mehr für Guthaben bekommt, haben wir noch Bilder von ihr und den 5-Euro-Scheinen gemacht, wie sie diese aufgefächert kaum mit beiden Händen halten konnte und es ihr offensichtlich Spaß machte, eine so große Menge Geldscheine in den Händen zu halten.

Ich glaube, das meine 5-Euro-Spar-Methode für jeden einfach umzusetzen ist und dass man diese kleinen Beträge kaum merkt, wenn man sie spart.

Warum ich die 5-Euro-Scheine von meiner Tochter und mir trotz der Zinsflaute auf die Bank gebracht habe, erfährst du in meinem nächsten Beitrag :o)

Wenn du das Ganze auch mal ausprobieren möchtest, oder du vielleicht sogar schon damit angefangen hast, freue ich mich, wenn du mir von deinen Erfahrungen berichtest.