Es gibt gute und schlechte Schulden.

Gute Schulden haben einen Gegenwert. Das kann zum Beispiel ein Kredit für ein Haus sein, das weitervermietet wird. Im Gegenzug zu den Schulden steht der Wert des Hauses und die regelmäßigen Mieteinnahmen.

Schlechte Schulden haben keinen Gegenwert. Das können zum Beispiel Schulden für eine Reise sein. Die Reise hat zwar unbezahlbare Erinnerungen hinterlassen, aber sonst ist kein Gegenwert mehr vorhanden.

Schlechte Schulden können die Psyche belasten und eine schlechte Schufa kann für unseren weiteren Vermögensaufbau hinderlich sein. Kurzum: Es ist wichtig, dass Schulden abgebaut werden.

Deshalb möchte ich dir jetzt eine Methode vorstellen, mit der du eine schnelle Entschuldung schaffen kannst: Die Entschuldung-Lawine.

Sie besteht auf folgenden Schritten:

  1. Schreibe alle Gläubiger und die jeweilige Forderungshöhe auf.
  2. Sortiere die Auflistung der Schuldenhöhe nach aufsteigend.
  3. Informiere alle Gläubiger über deine Überschuldung und biete ihnen Ratenzahlung an. Dazu solltest du schauen, wie viel Geld du monatlich aufwenden kannst, um die Raten zu begleichen. Achtung: Nicht die gesamte Summe, die du zahlen könntest, anbieten, sondern einen kleinen Teil für den eigenen Notgroschen ansparen. Beispiel: Du kannst 200 Euro im Monat Raten zahlen. Dann könntest du 150 Euro an Schulden abzahlen und 50 Euro für den Aufbau deines Notgroschens sparen.)
  4. Generiere zusätzliches Einkommen. Du kannst zum Beispiel Zeitungen austragen, Pizza ausliefern, Dinge verkaufen, die du eh nicht mehr gebrauchen kannst, etc.
  5. Überweise das zusätzliche Einkommen dem ersten Gläubiger auf deiner Liste.
  6. Nach kompletter Tilgung der ersten Schulden, teile die minimale Rate dem nächsten Gläubiger zu, sodass sich seine Rate um diese Summe erhöht.
  7. Wiederhole Schritt 4 bis 6 bis alle Schulden beglichen sind.

Beispiel:

Du hast bei drei Gläubigern Schulden mit denen du minimale Raten vereinbarst.

  • Gläubiger 1: Schulden 100 Euro, minimale Raten 20 Euro.
  • Gläubiger 2: Schulden 200 Euro minimale Raten 30 Euro.
  • Gläubiger 3: Schulden 300 Euro, minimale Raten 40 Euro.

Schulden: 600 Euro, minimale Raten 90 Euro.

Monat 1

Du generierst 80 Euro zusätzliches Einkommen.

  • Gläubiger 1: 100 Euro Schulden – 20 Euro minimale Rate – 80 Euro zusätzliches Einkommen = 0 Euro
  • Gläubiger 2: 200 Euro Schulden – 30 Euro minimale Rate = 170 Euro
  • Gläubiger 3: 300 Euro Schulden – 40 Euro minimale Rate = 240 Euro Schulden

Schulden: 410 Euro.

Monat 2

Du generierst 70 Euro zusätzliches Einkommen.

  • Gläubiger 1: 170 Euro Schulden – 50 Euro minimale Rate – 70 Euro zusätzliches Einkommen = 50 Euro Schulden
  • Gläubiger 2: 240 Euro Schulden – 40 Euro minimale Rate = 200 Euro Schulden

Schulden: 250 Euro

Monat 3

Du generierst 50 Euro zusätzliches Einkommen.

  • Gläubiger 1: 50 Euro Schulden – 50 Euro minimale Rate = 0 Euro
  • Gläubiger 2: 200 Euro Schulden – 40 Euro minimale Raten – 50 Euro zusätzliches Einkommen 110 Euro Schulden

Schulden: 110 Euro

Monat 4

Du generierst 30 Euro zusätzliches Einkommen.

  • Gläubiger 1: 110 Euro Schulden – 90 Euro minimale Raten + 30 Euro zusätzliches Einkommen = 0 Euro

Das ist ein Beispiel mit relativ niedrigen Zahlen, aber das Prinzip funktioniert auch mit viel höheren Beiträgen.

Falls dich Schulden drücken, habe ich dir jetzt hoffentlich einen Weg gezeigt, der dich unterstützen kann, die hinter dir zu lassen.

1 Antwort

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] braucht man zusätzliches Einkommen. Vielleicht möchtest die Entschuldungs-Lawine ins Rollen bringen, […]

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*