So funktioniert ein Leerverkauf

Spätestens seit dem GameStop Drama hat jeder, der etwas mit dem Thema Börse zu tun hat, von Leerverkäufen gehört.

Elon Musk fordert sogar ein Verbot von Leerverkäufen.

Wie funktionieren Leerverkäufe?

Leerverkäufe werden dann eingesetzt, wenn man erwartet, dass der entsprechende Kurs sinken wird.
Dazu werden Aktien ausgeliehen und verkauft. Somit wurde eine Einnahme erzielt.
Wenn alles nach Plan läuft, sinkt der Kurs (wir erinnern uns: Je höher das Angebot, umso niedriger der Preis).
Ist der Preis gesunken, werden von den Einnahmen neue Aktien gekauft und zurück gegeben.
Die Differenz zwischen Verkauf und Einnahmen ist dann der (theoretische) Gewinn.

Blöd wird es, wenn der Kurs nicht sinkt, sondern steigt. Dann muss die Aktie zu einem höheren Kurs gekauft werden und erzieht somit einen Verlust.

Leerverkäufe sind Spekulationen und wenn man dann noch auf eine Community trifft, die davon Wind bekommt, dass man gegen einen Kurs wettet und dann dagegen hält, kann das ganz schön Unschön für einige ausgehen.

Am Anfang eines neuen Jahres sind die meisten Leute noch hochmotiviert und wollen ihre Vorsätze, die sich sich gefasst haben, umsetzen.

Doch auch guter Vorsätze und toller Jahresplänen passiert es oft, dass die Motivation nachlässt.

Falls auch du in diesem Jahr von einem Tief eingeholt wirst, habe ich hier einen Trick für dich, mit dem du schnell wieder raus kommst und deine Motivation wieder findest.

Finde dein Wort des Jahres. 

Dieses eine Wort wird dich dabei unterstützen, dich wieder auf deine Ziele zu fokussieren und deine Pläne in Taten umzusetzen.

Stelle dir die Frage:

Wie wirst du dich fühlen, wenn du alle deine Ziele erreicht hast?

  • Schreibe eine Liste, mit allen Wörter, die dir spontan auf die Frage einfallen, auf.
  • Entscheide dich für drei Wörter, die dein Gefühl am besten beschreiben.
  • Spüre in dich hinein, welches Wort dein Herz hüpfen lässt. Das ist dein Wort des Jahres.

Sobald du merkst, dass du dich nicht so gut fühlst, schließe die Augen und denke an dein Wort und die spüre, wie du zu neuer Energie kommst.

Ich wünsche dir ein zauberhaftes Jahr.

Um aktiv an unserem Wirtschaftsleben teilnehmen zu können, brauchen wir ein Konto. Doch nicht selten verweigern Banken Menschen mit negativen Schufa-Einträgen die Eröffnung eines Kontos bei ihrem Institut.

Falls du gerade in dieser Situation steckst, oder jemanden kennst, den das Thema betrifft, gibt es eine gute Nachricht, denn seit dem 19. Juni 2016 sind per Zahlungskontengesetz (ZKG) alle Banken dazu verpflichtet, für jedermann ein Basiskonto zu eröffnen.

Dieses Konto wird auf Guthabenbasis geführt und verfügt über sonst alle Leistungen eines normalen Girokontos.

Dennoch darf die Bank Konten ablehnen, wenn mindestens einer der folgenden Punkte vorliegt:

  • Du besitzt bereits bei einem anderen Kreditinstitut ein Konto.
  • Du hast dich gegenüber einer Bank strafbar gemacht.
  • Es besteht noch eine Forderung aus einem früheren Vertrag.

Außerdem kann die Bank ein bestehendes Basiskonto auch wieder kündigen, wenn mindestens einer der folgenden Punkte vorliegt:

  • Du hast eine Straftat begangen, die auch Auswirkungen auf die Bank hat.
  • Du nutzt das Konto für illegale Zwecke.
  • Du hast bei der Kontoeröffnung falsche Angaben gemacht.
  • Du hast deine Kontogebühren länger nicht beglichen.

Auf Grund negativer Schufa-Einträge, keine regelmäßigen Einnahmen oder finanzielle Schwierigkeiten darf eine Kontoeröffnung nicht abgelehnt werden.

Selbstverständlich darf eine Bank auch keine Kontoöffnung auf Grund politischer, kultureller oder religiöser Einstellungen ablehnen.

Solltest du eine Pfändung erwarten, oder die Möglichkeit sehen, dass es zu einer solchen kommen könnten, solltest du dein Konto in ein „P-Konto“ (Pfändungsschutzkonto) von deiner Bank umwandeln lassen. Dafür musst du einen schriftlichen Antrag stellen und dir diesen von deiner Bank bestätigen lassen. Damit ist dein Geld in Höhe der jeweils zutreffenden und aktuellen Pfändungsfreigrenze geschützt.

„Gold eignet sich nicht für den Vermögensaufbau.“

Irritiert sieht mich mein Kunde an. „Warum nicht?“

Gold gilt als Symbol von Reichtum und früher wie heute demonstrieren Menschen gerne ihren Reichtum, in dem sie Goldschmuck (und Uhren) tragen.

Da viele Finanzexperten raten, Gold zu kaufen, gehen viele auch automatisch davon auf, dass Gold zum Vermögensaufbau geeignet ist.

Allerdings wirft Gold keine Erträge ab.

So etwas wie Zinsen und Dividenden bleiben somit aus.

Schaut man sich den Wertverlauf von Gold und dem Weltaktienindex (MSCI World) seit 1975 an, erkennt man, dass beide positiv performen, allerdings der Weltaktienindex ungefähr das Doppelte vom Goldwert.

Hinzu kommt das Gold stärker geschwankt hat, was mehr Risiko bedeutet.

Wann sollte man in Gold investieren?

Wenn man es für möglich hält, dass es zu dramatischen Krisen im Währungs- und Geldsystems kommen kann und somit zum total Zusammenbruch, (ob und wann das passieren wird, kann niemand vorhersehen), dann sollte man zwischen 5 und 10% seines Kapitals in Gold anlegen. Sollte dies Schreckensszenario (bitte beachten, dass damit mehr als „nur“ ein Börsencrash gemeint ist, denn von denen erholt sich die Börse wie in der Vergangenheit gezeigt wieder)  eintreten, wird Gold als uraltes weltweites Zahlungsmittel wieder an Wert gewinnen.

Deshalb ist es ratsam in physisches Gold zu investieren. Münzen und Barren gibt es in verschiedenen Größen und können im eigenen Tresor oder in einem Bankschließfach gelagert werden. Möchte man sein Gold zu Hause lagern, sollte man darauf achten, dass in der Hausratversicherung auch unter Wertgegenständen Gold mitversichert ist.

Da die Herstellung von Barren nicht so aufwendig bei Münzen ist, sind Barren auch in der Regel etwas günstiger als Münzen.

Wenn man Barren kaufen möchte, sollte man bedanken, dass es schwerer ist, wenn man nur einen kleinen Teil davon verwerten möchte. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Reinheit bei Goldbarren 999,9 Tausendstel aufweisen und von der Londoner Rohstoffbörse LBMA zertifiziert sind, ansonsten könnte es beim Verkauf Abzüge geben.

Zudem gibt es für Münzen einen großen Zweitmarkt, was die Veräußerung einfacher macht, wenn man schnellen Bedarf hat.

Es ist ratsam, sich bei gängigen Vergleichsportale über die besten Angebote zu informieren und darauf zu achten, dass der Verkäufer Mitglied im Berufsverband des Münzhändlers ist. Es gibt auch die Möglichkeit bei Goldhändlern vor Ort zu kaufen, jedoch sind diese meistens teuer.

Es gibt noch die Möglichkeiten, in ETCs und ETFs als Goldanlagen zu investieren. Da ich jedoch keinen Vorteil gegenüber dem Kauf vom physischen Gold sehe, da Gold ja in Krisenzeiten als Währung fungieren soll, gehe ich an dieser Stelle nicht weiter darauf ein.

Ein Vorteil von physischem Gold ist übrigens, dass der Veräußerungsgewinn nach einer einjährigen Haltefrist steuerfrei ist.

Viel Spaß beim Goldkauf!

 

 

 

Das Haushaltsbuch führt sich inzwischen schon fast von alleine und auf dein Sparkonto gehen monatlich deine Sparraten ein.

Aber hier soll das Geld ja nicht bleiben, denn es soll sich vermehren und dir ein Einkommen bescheren.

Als eine weitere Investitionsmöglichkeit möchte ich dir deshalb heute ETFs vorstellen.

Ich weiß nicht, ob es dir ähnlich geht wie mir, aber die Börse war lange Zeit ein Buch mit sieben Siegeln für mich. Immer wieder habe ich mal Vorstöße gewagt und mich versucht schlau zu machen, aber „Kerzen“, „Bullen“ und „Hausse“ haben es mir schwer gemacht.

Irgendwann landeten ein paar Einzelaktien von Air Berlin in meinem Depot und wie das ausgegangen ist, weißt du ja sicherlich.

So war ich umso begeisterter, als ich vor ein paar Jahren von ETFs erfuhr.

ETFs (Exchange Traded Funds) sind Investmentfonds, die einen Index (zum Beispiel den DAX) abbilden, und an der Börse ge- und verkauft werden können.

Ein Index misst die Wertentwicklung eines Marktes, z.B. dem DAX. Der DAX zeichnet die Entwicklung der 30 größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland auf.

Niemand, wirklich niemand, kann die Entwicklung an der Börse vorhersehen. Daher ist es wichtig, durch Diversifikation das Risiko so minimal wie möglich zu halten. Das bedeutet, dass es nicht klug ist, in eine Einzelaktien zu investieren.

Ich habe mit Air Berlin einen 100%igen Verlust gemacht, weil ich nur diese eine Einzelaktie gehalten habe. Hätte ich zumindest noch eine Alternative gehabt, hätte ich vielleicht nur die Hälfte meines Geldes verloren, oder bei noch einer weiteren Alternative nur ein Drittel und so weiter….

Ein ETF hat die gleichen Vorteile wie ein Fond: Durch das Bündeln von mehreren Einzelaktien wird das Risiko minimiert. Außerdem sind ETFs zeitsparend, da ich mich nur einmal für eine (oder zwei) entscheiden muss.

Also wenig Zeitaufwand und minimales Risiko sind zwei Faktoren die mir bei meiner Vermögensbildung sehr gefallen und deshalb habe natürlich auch zwei ETFs in meinem Portofolio. (Inzwischen habe ich auch in ein paar Einzelaktien investiert, aber das ist ein weiteres Thema.)

Es gibt inzwischen sehr viele ETFs und deshalb ist die Frage sehr wichtig: In welchen ETF sollte man investieren?

Dieses Thema habe ich für mich sehr einfach beantwortet: Meine ETFs kaufe ich auf dem MSCI World.

Warum nicht einen DAX-ETF? Weil auch hier die Diversifikation wichtig ist. Statt nur den Standort Deutschland nachzuzeichnen, zeichnet ein MSCI World weltweite Unternehmen nach. Kriselt es auf dem asiatischen Markt, boomt vielleicht gerade der amerikanische, und umgedreht.

Wie investiert man in einen ETF?

Als erstes muss man sich ein Depot einrichten. Ich empfehle dir das Depot von der Consorsbank.

Dort habe ich auch mein Depot und ich bin sehr zufrieden, weil es einfach zu handhaben und übersichtlich gestaltet ist.

(Ich würde mich sehr freuen, wenn du meinen Empfehlungscode rgxYw9 bei deiner Anmeldung. angeben würdest.)

Dann richtest du einen ETFs-Sparplan mit einer monatlichen Sparrate fest.

Fertig.

Wichtig: Da die Börse starken Schwankungen unterlegen sein kann, schau am besten nicht täglich in dein Depot. Meine Kunden machen das anfänglich zweimal im Monat, um ihren Vermögenswachstum aufzuschreiben. Aber es würde auch reichen, einmal im Jahr nachzuschauen.

 

„Leider können wir Ihnen den angeforderten Kredit nicht bewilligen.“

Das ist ein Satz, der einen ziemlich treffen kann.  Und der verwundert, wenn doch die offensichtlichen Parameter stimmen:

regelmäßiges Einkommen, pünktliche Zahlungen der Verbindlichkeiten, keine offenen Rechnungen.

Im ersten Moment fällt vielen nur die Schufa Holding AG als Auskunftei ein, aber es gibt auch noch weitere. Hier die vier großen Akteure:

  • Schufa Holding AG
  • Creditreform Boniversum
  • CRIF Bürgel GmbH
  • Infoscore Consumer Data GmbH

Bevor eine Bank einen Kredit bewilligt, prüft sie die Zahlungsfähigkeit des Antragstellers. Dazu holt sie sich Auskünfte von sogenannten Auskunfteien, auch Wirtschaftsauskunfteien genannt, ein. Diese sammeln personenbezogene Informationen von jedem Bürger. Gesammelt werden Informationen über Kreditanfragen, Vertragsabschlüsse, vorhandene Konten und Kreditkarten und Schulden. Außerdem melden ihre jeweiligen Mitglieder Zahlungsausfälle.

Zusätzlich wird ein Score berechnet,  der die Zahlungszuverlässigkeit der betroffenen Person ausdrücken soll. Dieser Wert basiert auf Statistiken. Dabei spielt zum Beispiel der Wohnort eine Rolle. Wer in einer „schlechten“ Wohngegend wohnt, hat einen schlechteren Score, obwohl er vielleicht sehr gute Einkünfte und eine erstklassige Zahlungsmoral hat.

Aus diesen Gründen stehen die Auskunftei auch (zu recht) in der Kritik. Unsere Politiker haben jedoch noch keinen Bedarf gesehen, diesen Unsinn zu unterbinden.

Wie ich in meinen Beratungen immer wieder feststellen muss, kommt es auch zu falschen Einträgen, die die Bonität senken und zu bösen Überraschungen führen können.

Zum Beispiel kann ein Inkasso-Büro einen erhalten Auftrag melden und dabei kann die Forderung strittig sein. Die Auskunftei überprüft diesen Eintrag nicht (laut Infoscore Consumer Data GmbH ist der Eintragsmelder für die Richtigkeit verantwortlich).

Um eine böse Überraschung zu vermeiden, ist es es daher sehr wichtig, regelmäßig die über seine Person gespeicherte Daten zu überprüfen.

Per Gesetzt hat jeder das Recht, einmal im Jahr eine kostenfreie Selbstauskunft einzufordern. 

Ich kann zwar nicht nachvollziehen, warum diese Unternehmen Geld daran verdienen dürfen, dass ich wissen möchte, was sie über mich wissen, aber immerhin hat man zum 01. April 2010 mit dem § 34 BDSG dafür gesorgt, dass diese Unternehmen zumindest einmal im Jahr kostenfrei Auskunft geben müssen.

Hier geht es zu den Anträgen:

Schufa

Boniversum

CRIF Bürgel GmbH  

Infoscore Cunsumer Data GmbH

Hast du auch schon Erfahrungen mit Auskunfteien gemacht?

 

 

Manchmal braucht man zusätzliches Einkommen. Vielleicht möchtest die Entschuldungs-Lawine ins Rollen bringen, oder

mit der 10.000 Euro Challenge dein erstes Kapital für weitere Investitionen ansparen.

Vor einiger Zeit habe ich einen Beitrag über Plattformen, die für die Teilnahme an Umfragen bezahlen, gelesen und diese ausprobiert. Die Auswahl war nicht so einfach, denn es gibt sehr, sehr viele solcher Plattformen. Ich habe bewusst solche ausgewählt, die Geld auszahlen. Sehr viele arbeiten mit Prämien in Form von Gutscheinen, aber ich bevorzuge Geld.

Warum bezahlen Unternehmen für die Teilnahme an Umfragen?

Für Unternehmen ist es sehr wichtig, dass sie wissen, was ihre Kunden und der Markt gerade wollen. Somit können unnötige Kosten vermieden werden.

Wer kann bei den bezahlten Umfragen mitmachen?

Jeder ab 18 (bei manchen Plattformen auch bereits 14 und 16) Jahren kann ohne Vorkenntnisse mitmachen.

Bevor ich dir die Plattformen vorstellen, möchte ich dir ein paar Tipps geben:

1. Melde dich bei allen Plattformen an.

Du bekommst für jede Umfrage zwischen 0,10 Cent und 7,00 Euro (3,40 Euro war bei mir bisher der höchste Betrag), um auf ein paar hundert Euro Einnahme im Monat zu kommen, musst du an vielen Umfragen teilnehmen. Ich habe das während allen möglichen Wartezeiten gemacht und so nutzlose Zeit gewinnbringend eingesetzt.

2. Nimm möglichst alle Einladungen zu Umfragen an.

Du bekommst mehr Einladungen, wenn du an möglichst vielen Umfragen teilnimmst.

3. Sei ehrlich.

Sich wehrlos durch die Antworten zu klicken ist sinnlos. Durch Kontrollfragen wird genau das verhindert und wenn du falsch geklickt hast, fliegst du sofort aus der Umfrage und bekommst keine Entlohnung.

4. Lass dir dein Geld schnell auszahlen.

Bei manchen Plattformen verfallen die angesammelten Punkte und das wäre sehr schade. Deshalb gleich auszahlen lassen, wenn die Mindessumme erreicht ist.

Und hier sind nun meine empfohlenen Plattformen:

swagbucks

empfohlen.de

Toluna

EntscheiderClub

Ich wünsche dir viel Spaß beim Geld verdienen und freue mich über deinen Erfahrungsbericht.

Es gibt gute und schlechte Schulden.

Gute Schulden haben einen Gegenwert. Das kann zum Beispiel ein Kredit für ein Haus sein, das weitervermietet wird. Im Gegenzug zu den Schulden steht der Wert des Hauses und die regelmäßigen Mieteinnahmen.

Schlechte Schulden haben keinen Gegenwert. Das können zum Beispiel Schulden für eine Reise sein. Die Reise hat zwar unbezahlbare Erinnerungen hinterlassen, aber sonst ist kein Gegenwert mehr vorhanden.

Schlechte Schulden können die Psyche belasten und eine schlechte Schufa kann für unseren weiteren Vermögensaufbau hinderlich sein. Kurzum: Es ist wichtig, dass Schulden abgebaut werden.

Deshalb möchte ich dir jetzt eine Methode vorstellen, mit der du eine schnelle Entschuldung schaffen kannst: Die Entschuldung-Lawine.

Sie besteht auf folgenden Schritten:

  1. Schreibe alle Gläubiger und die jeweilige Forderungshöhe auf.
  2. Sortiere die Auflistung der Schuldenhöhe nach aufsteigend.
  3. Informiere alle Gläubiger über deine Überschuldung und biete ihnen Ratenzahlung an. Dazu solltest du schauen, wie viel Geld du monatlich aufwenden kannst, um die Raten zu begleichen. Achtung: Nicht die gesamte Summe, die du zahlen könntest, anbieten, sondern einen kleinen Teil für den eigenen Notgroschen ansparen. Beispiel: Du kannst 200 Euro im Monat Raten zahlen. Dann könntest du 150 Euro an Schulden abzahlen und 50 Euro für den Aufbau deines Notgroschens sparen.)
  4. Generiere zusätzliches Einkommen. Du kannst zum Beispiel Zeitungen austragen, Pizza ausliefern, Dinge verkaufen, die du eh nicht mehr gebrauchen kannst, etc.
  5. Überweise das zusätzliche Einkommen dem ersten Gläubiger auf deiner Liste.
  6. Nach kompletter Tilgung der ersten Schulden, teile die minimale Rate dem nächsten Gläubiger zu, sodass sich seine Rate um diese Summe erhöht.
  7. Wiederhole Schritt 4 bis 6 bis alle Schulden beglichen sind.

Beispiel:

Du hast bei drei Gläubigern Schulden mit denen du minimale Raten vereinbarst.

  • Gläubiger 1: Schulden 100 Euro, minimale Raten 20 Euro.
  • Gläubiger 2: Schulden 200 Euro minimale Raten 30 Euro.
  • Gläubiger 3: Schulden 300 Euro, minimale Raten 40 Euro.

Schulden: 600 Euro, minimale Raten 90 Euro.

Monat 1

Du generierst 80 Euro zusätzliches Einkommen.

  • Gläubiger 1: 100 Euro Schulden – 20 Euro minimale Rate – 80 Euro zusätzliches Einkommen = 0 Euro
  • Gläubiger 2: 200 Euro Schulden – 30 Euro minimale Rate = 170 Euro
  • Gläubiger 3: 300 Euro Schulden – 40 Euro minimale Rate = 240 Euro Schulden

Schulden: 410 Euro.

Monat 2

Du generierst 70 Euro zusätzliches Einkommen.

  • Gläubiger 1: 170 Euro Schulden – 50 Euro minimale Rate – 70 Euro zusätzliches Einkommen = 50 Euro Schulden
  • Gläubiger 2: 240 Euro Schulden – 40 Euro minimale Rate = 200 Euro Schulden

Schulden: 250 Euro

Monat 3

Du generierst 50 Euro zusätzliches Einkommen.

  • Gläubiger 1: 50 Euro Schulden – 50 Euro minimale Rate = 0 Euro
  • Gläubiger 2: 200 Euro Schulden – 40 Euro minimale Raten – 50 Euro zusätzliches Einkommen 110 Euro Schulden

Schulden: 110 Euro

Monat 4

Du generierst 30 Euro zusätzliches Einkommen.

  • Gläubiger 1: 110 Euro Schulden – 90 Euro minimale Raten + 30 Euro zusätzliches Einkommen = 0 Euro

Das ist ein Beispiel mit relativ niedrigen Zahlen, aber das Prinzip funktioniert auch mit viel höheren Beiträgen.

Falls dich Schulden drücken, habe ich dir jetzt hoffentlich einen Weg gezeigt, der dich unterstützen kann, die hinter dir zu lassen.